Verein - Nitribitt e.V. - Treffpunkt und Beratungsstelle für Prostituierte

Direkt zum Seiteninhalt

Verein

Seit 1987 setzt sich der Verein Nitribitt e.V. für die Interessen derer ein, die freiwillig in der Prostitution tätig sind.
Nitribitt e.V. unterstützt, fördert und veranstaltet Aktivitäten gegen die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen.

Vereinsgeschichte

Vorläufer des Vereins war ein ABM-Projekt. Initiiert wurde es Anfang 1987 von Sozialarbeiterinnen der damaligen Beratungsstelle für Haut- und Geschlechtskrankheiten des Hauptgesundheitsamtes – heute AIDS– und STD- Beratungsstelle. Mit dem Projekt wurde auf das immer stärker werdende Bedürfnis von Sexarbeiter*innen reagiert, einen unabhängigen Treffpunkt außerhalb des Milieus einzurichten, wo die Frauen offen über ihre Situation reden konnten. Im Hause der Desinfektionsanstalt auf dem St. Jürgen - Krankenhausgelände wurde ein Raum zur Verfügung gestellt. Trotz der ungünstigen Raumverhältnisse wurde das Angebot angenommen. Im Herbst desselben Jahres gründeten schließlich Prostituierte / ehemalige Prostituierte und Sozialarbeiterinnen Nitribitt e.V.

Ein unabhängiger Verein sollte mehr Möglichkeiten bieten, um die Interessen der Frauen in der Öffentlichkeit zu vertreten. Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit konnte die Finanzierung des Mobiliars und einer Grundausstattung des Büros durch den Senator für Gesundheit erreicht werden. Anfang 1988 bezog Nitribitt e.V. seine eigenen Räume.
Namensgeberin des Vereins ist Rosemarie Nitribitt, eine bekannte Edelhure aus den 50er Jahren, deren Klientel sich aus gesellschaftlich hochrangigen Herren aus Wirtschaft, Industrie und Politik zusammensetzte. Sie wurde 1957 ermordet. Die Täter wurden nicht gefasst. Die Legendenbildung lässt vermuten, dass Rosemarie Nitribitt - eine Geschäftsfrau mit ordentlicher Buchführung – durch ihr angereichertes Wissen über zu viel Macht verfügte, um weiterleben zu dürfen. Um ihrer zu Gedenken - aber auch weil hier die Doppelmoral unserer Gesellschaft so deutlich zutage tritt - wurde das Prostituiertenprojekt nach ihr benannt.

Unterstütze unsere Arbeit und werde Mitglied!
Vielleicht hast Du etwas Zeit und Lust Dich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen?
Du bist oder warst Sexarbeiter*in, oder Du willst Dich solidarisch mit ihnen und uns, für ihre Rechte einsetzen?
Oder Du willst einfach nur Kontakt mit anderen interessierten Kolleg*innen und Dich informieren, was politisch so läuft?
Dann bist Du herzlich eingeladen, an unserem nächsten "Offenen Treffpunkt" in unserem Büro teilzunehmen, damit wir uns gegenseitig kennenlernen können. Danach könntest Du zu unserer nächsten Mitgliederversammlung kommen, um dann dort einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 20,00 Euro im Jahr. Schreib uns eine E-Mail um einen Termin zu vereinbaren.


Team & Vorstand

Team:

Sagitta Paul
Beate Augustin
Vorstand:

1. Vorsitzende:
Marlen Schubert-Stadler

2. Vorsitzende:
Johanna Volland
Zurück zum Seiteninhalt